...

dann stell ich mich hiermit mal vor:

21, wien, da wo die luft noch richtig gesund und die leute noch richtig nett sind....

a) karriere? nie gemacht

b) familie? zusammenziehen, heiraten, kinder bekommen - damit würde ich mich an einen alltäglichen trott binden, sprich noch weniger chance auf abwechslung auf dauer bekommen

c)freunde? sind inzwischen großteils schon entweder punkt a) oder punkt b) verfallen, die braven, immer fleißigen die man kaum noch lachen oder richtig spaß haben sieht, aber meinen, denn sinn des lebens und die erfüllung gefunden zu haben. kurzum: auch zum vergessen

was also tun, diesem ewigen laufrad aus schlafen, arbeiten, vlt noch mit wem wo zusammensitzen und sudern, heimfahren, schlafen gehen, arbeiten, ..... zu entkommen?

ich bin nicht depressiv, jedoch gelangweilt, denke schon kaum an morgen, übermorgen etc
wozu auch? ändert sich eh nichts

und der erste der hier schreit: nimm doch dein leben in die hand, ändere etwas, nur du bist dafür verantwortlich! - derjenige möchte doch bitte den ersten vorschlag werfen
Black_Mage - 20. Okt, 09:44

nimm doch dein leben in die hand, ändere etwas, nur du bist dafür verantwortlich!

so, da ich offensichtlich der erste bin, der das hier schreit, komme ich auch gerne der aufforderung nach dem Vorschlag nach.

Denn die traurige Wahrheit ist, es gibt tatsächlich niemanden der dein Leben für dich leben wird. niemals. Keiner wird an Deine Tür klopfen und sagen "He Renate, lehn dich zurück und entspann dich. Jetzt lebe ich dein Leben, und alles wird super."
Ich muss es wissen, denn ich habe das auch einige Zeit geglaubt und erwartet ...und es ist bekanntlich nie passiert.

Die traurige Wahrheit geht sogar weiter. Du bist nicht nur die einzige die was in deinem Leben verändern kann, du bist sogar die einzige die dich sogar daran hindert, dass sich etwas verändert. Wieder spricht hier die Erfahrung aus mir, denn ich verzögere und blockiere auch alle Chancen, dass sich bei mir etwas tut. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinn.
Schliesslich ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem jede Veränderung schon mal was großartiges darstellt.

Klar, uns interessiert es einfach nicht sich in eine Tretmühle des Erfolges zu schmeissen und zu versuchen in der Arbeit die Erfüllung zu finden. Dafür zahlt uns die Firma zu wenig und die Arbeitswelt da draußen ist sowieso nicht gerade aufnahmfreudig.

Ja, wir sind auch nicht diejenigen, die sich mit Partner und Kind, Hund und Haus belasten wollen. Denn wir wissen wie anstrengend jeder andere sein kann, der einem zu nahe kommt, und ersparen uns das im vorhinein.

Somit halten wir an den alten Gewohnheiten fest, denn das was wir da haben ist sicher. Es ist gut genug. Es tut uns nicht weh, es bringt uns nicht um (oder bestenfalls nur sehr sehr langsam). Öde Routine? Schon. Aber wir wissen wenigstens was uns erwartet.

Auswege? Gibt es! Hunderte, Tausende. Doch sie alle erfordern von uns Risikobereitschaft, und unseren Arsch zu bewegen. Aber die traurige Wahrheit die uns hier nicht los lässt sagt, dass alles möglich ist; wir alles erreichen können. Natürlich müssen wir in vernünftigen Massstäben denken, Weltfrieden, Heilmittel gegen Krebs, ein Flug zum Mars, der perfekte Partner ...das sind alles Dinge, die wir sicherlich nicht erreichen. Schon gar nicht schnell. Aber wenn man sich an Babyschritten orientiert und jeden Tag einen Schritt geht, nie stehen bleibt, erreicht man sein Ziel.
Und das ist es ja eigentlich auf das es ankommt, oder?

So, du wirst mir jetzt vorwerfen, dass hier kein konkreter Vorschlag steht, was du machen sollst, damit dein Leben wieder mehr Sinn bekommt. Gut ... Hör auf WoW zu spielen und such dir ein anderes Hobby, das nicht vor dem Computer stattfindet. Aber vergiss nie meine große Warnung: "Achtung, Sonne hell!"


Hallo, Ich bin der Berni, und ich habe ein kleines Leben. Ich bin aber zuversichtlich, dass es noch wächst und kralle mich verzweifelt an meinen Hoffnungen fest.

ConnorMcSchoell (Gast) - 22. Okt, 22:35

Schöne Grüsse an alle Mitglieder der Selbsthilfegruppe

Hi,ich möchte mich für die Einladung in dieser Selbsthilfegruppe bedanken...,es ist schön zu wissen das man nicht allein ist, mit dieser depremierten Lebenseinstellung in dem man sich vorkommt als sitze man in einem Zug der sich Leben nennt, der anscheinend schon an der Endstation angekommen zu sein scheint,da einfach nix mehr weitergeht...,egal ob Arbeit oder Privat

Nun soll einer zu mir sagen,werd endlich erwachsen,tja ich glaub das kann ich doch mittlerweile mit meinen 31Jahren zwar behaupten,aber ich muss sagen stolz bin ich auf dieses "Erwachsen-Sein" nicht,denn es ist echt total öde.... und wehe es hängt mir wer eine "Midlife-Krises" um,denn das ist sie nicht,ich bin nur Realist und kann ebenfalls nur sagen: das Leben ist stinkt !!!!!

Christian,aus dem schönen Niederösterreich,wo man seine Mitmenschen noch mit Deutsch ansprechen kann,wobei selbst hier leichte Verständigungsprobleme auftreten können...( da machne Leute sich einen Dialekt angwöhnt habn dast das a net verstehst,aba a echte Wiener geht selbst in am Land net unter.... )

Mit der Hoffnung das dieses Leiden das sich Leben nennt bald hinter uns liegt,verbleibe ich mit lieben Grüssen an alle Gleichgesinnten....

ConnorMcSchöll

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